2009 Meine Sicherheit ist dein Vertrauen ist deine Sicherheit ist mein Vertrauen

Es war ein meist kalter und oft auch richtig ungemütlicher Januar 2009:

tagsüber am 5. Schneefall, am 6. tagsüber -15 Grad,  nachts und am 7. morgens -20 Grad !!!  Ab dem 10. war es zwar immer noch recht kalt mit tagsüber -13 bis -6,5 Grad, dafür aber Sonnenschein; die ca. 0 Grad Mitte des Monats waren dann  "fast wie Frühling". Schlimm war dann wieder das Wetter ab dem 18. Januar, mit Schneesturm am 19. und am 23.: "bei Schneeregen zum Hof und eine bibbernde F. vom Paddock geholt + etwas trocken gelegt und mit Decke wieder ins Unwetter - denke, sie alle kommen gegen Mittag rein. Sauwetter! Regen, Sturm, - 1 Grad".

Der Schneefall am 5. war tückisch:  " wollte reiten, umdisponiert, spazieren gegangen - unterm Schnee Eis. Balou ist auf der Strasse hingesegelt! Faghira hat's am Parkplatz Steinchen alle 4 Füsse weggezogen, hat sich aber wohl nichts gemacht." Durch die Kälte ("-11 Grad um 17.00 Uhr")  war die Versorgung der Pferde recht mühsam: Karotten mussten daheim gelagert und jedes Mal mitgebracht werden, morgens bin ich oft zum Stall gefahren, oft schon um 6.00 Uhr vor der Arbeit, um den Wasserbottich zu kontrollieren, in den sie mehr als einmal  reingeäppelt frown hat ...

Wegen des fühligen Laufens bekam Faghira vorn wieder Eisen mit Grips, was sich sofort positiv bemerkbar machte: "kaltes, aber wunderschönes Wette; mit F. sehr schöner Ausritt, läuft viel, viel besser". Das schöne Wetter verführte zum Ausreiten, aber die mangelnde Kondition zeigte sich nicht nur beim Ross ... "viel gelaufen, trotzdem schön!". Mitte Januar bekam sie dann von Fr. Dr. Sachs auch hinten Eisen 'verordnet' - zwar nicht optimal wegen der Enge auf dem Paddock, aber sie lief total schlecht. Am 20. konnte ich notieren: "einfach toll: F. mittags so schön gelaufen, entspannt, viel galoppiert, Hals tief - zurück ein sichtlich zufriedenes Pferd! Bin so glücklich, dass es ihr wieder besser geht!"

Wetterbedingt fiel der Unterricht lange aus: "oh je! 1. Reitstd.. nach 5 Wo! Alle beide geschafft. F. gut gelaufen, eigentlich alles ok - beide: MÜDE!!". Insgesamt war alles aber dann doch nicht so gut, wir beide nicht fit - "Gefühl wie vor einem Jahr", aber der ab Ende Dezember jetzt wieder regelmässige Unterricht bekam uns beiden gut: "F. i.d. Halle mittags ganz schön gelaufen, richtig toll (Anlehnung)".        

Anfang Februar beschloss die Stallgemeinschaft "wir alle wollen wieder ins Gelände!" - und das hatte langsam Erfolg, es wurde wieder wärmer, zumindest tagsüber, auch wenn Wasserwanne und Wege noch gefroren waren. Wir begannen, wieder intensiver zu reiten und zu üben: "gute RStd mit Aha-Effekt  (Sitz, re Hd. Galopphilfe" / " F. total schön gelaufen, auch re Hd.,  - super!" Dennoch gab es am 09. wieder einen "Winterückfall", der viele Pläne zu Nichte machte: nachmittags war ich in der Halle, "Abend (ab 20.00) Wintereinbruch - Schnee, Schnee, Schnee - was'n Sch ...!" die ganze Nacht hindurch, "morgens F. eingedeckt, Sturm und Regen, (klitschnasse) Decke mit nach Haus genommen; nur hungrige F. versorgt."  Da total glatt und Schneefall, musste der Unterricht wieder einmal abgesagt werden. Was blieb, war, die Pferde - auch mal mit Paddock-Kameraden - in der Halle laufen zulassen. Ein weiterer Schneeeinbruch folgte am 16: "kaum die 'Wacht' mit dem Auto hochgekommen". Meine Tagebuchnotizen wiederholten sich jetzt: das Wetter blieb bis Ende des Monats so winterlich und meist einfach nur scheusslich "wir alle haben dieses Wetter + Eis satt"  und ebenso mühsam war es weiterhin, sich bis zur Halle durchzukämpfen... Ausreiten war erst Ende Februar anfanghaft möglich: "kl. Ausritt Langhals, immer noch Eis, F. aber ganz gut gemacht" oder, am 27. " mit Mädel Wintermühlenrunde, oben anfangs ok. Dann nur Eis! Aber sie hat das toll - vorsichtig - hinbekommen". Der Springplatz war jetzt soweit aufgetaut, dass man die Pferde sich auch mal austoben lassen konnte: " F. auf Springplatz laufen lassen - ging ab wie eine Verrückte!

Nein, im März war noch kein richtiger Frühling: zwischendurch war es immer wieder kalt und regnerisch, und Ende März gab auch wieder Schnee, auch wenn Faghira "so lauffreudig" war. Aber, wenn das Wetter mitspielte, gab es nur eines: 'ab ins Gelände' ...: "superschöner Ausritt - am Schwimmbad entlang + Langhals -> Hegewiese andersrum, F. geschafft, ganz, ganz schön!!!"; "schöner Ausritt mit viel Matsch + einer braven Faghira", oder, am 13., ein "ganz, ganz schöner Ausritt, Weihersgrund, ein wenig Aufregung (Hengste), F. super (9 km)", ein paar Tage später "ein toller Ausritt mit einer superlieben F (aber lauffreudig …) - 12 km von/zum Stall (Weihersgrund, um die Berge), prima - und durch's Gesträuch - super Pferd!". Am Ende vom März zwei sehr schönen Ausritte "mit einer superlieben F. - bis zum Rückweg auf Loipe vorm Langhals: wollte nicht aufhören, zu galoppieren, aber GsD dann rechts den Weg zum Berg hoch: aber: das war so nicht ok!"  und der Runde zur Hegewiese: "gr. Loipenrunde zur Hegewiese relativ gemächlich, aber mit Meroth und das war auch gut so: lauffreudiges Mädel - Frühling! (12 km)". Im April bis zum 17. herrliches Wetter, endlich Frühling, "ins Gelände, länger als geplant (14 km), F. ganz lieb, lauffreudig; wie gestern warm - alles ganz ok".

Bei Faghira habe ich nicht so recht durchgeblickt: mal ging es ihr richtig gut, dann am nächsten Tag nicht, den Tag darauf war wieder alles ok - und das unabhängig davon, ob ich geritten bin oder nicht - alles sehr seltsam, denn auch das Wetter war stabil: "F. nicht fit, wollte kaum laufen => kl. Runde, grasen lassen - so isses halt! ?" - "F. wieder "normal" und sehr lauffreudig! Schöne Runde - Hessenpark, Loipe (incl. Holzarbeitern), ca. 12 km, alles gut!" - "F. wieder lustlos, kl. Runde ohne Schwitzen" - " 1,5 Std. spazieren gegangen, Wintermühle, Metzgerpfad, 40 Fahrradfahrer :-) Hessenpark - ganz schön! kaputt :-)" Auch an ihrem Geburtstag am 10.04. war "das 11jährige Geburtstagsmädel heute schlapp, kurz i.d. Halle, wieder zurück und grasen lassen - hoffentlich geht's ihr morgen besser!" Dr. Sachs - eigentlich nur zum Herpesimpfen bestellt - untersuchte sie und fand das Zwerchfell locker, von daher kam vermutlich ihre Kurzatmigkeit. Die nächsten Tage waren nicht besser: Faghira nicht fit, aber unglaublich brav und lieb, auch im Unterricht. Irgendwie war der der gesamte April nicht so toll, weil ich viel Stress und wenig Zeit für Faghira hatte - das macht sich sofort bemerkbar, im Unterricht und auch sonst, obwohl ihr Verhalten selbst ok war.  Und: super interessant war der Kurs mit Peter Kreinberg "Bodenschule -Pferde mit guten Manieren" beim Reit- und Fahrverein St. Georg Oberursel-Bommersheim am 17. April  -  auch wenn's furchtbar kalt in der Halle war!

Ende April waren Debbie und Matt Sanborn wieder da und stellten blockierte Brust - und Lendenwirbel fest - bedeutete: zwei Wochen nicht reiten. Faghira hielt sich nicht wirklich an die verordnete Schonung: "nur kl. Spaziergang - aber auf der Koppel galoppieren !!" Am 30. konnte ich endlich mal wieder mit ihr raus, für einen " Schrittausritt mit äusserst hippeliger, schreckhafter F.".

Der Mai begann ordentlich, d.h. bei der Anweidefete ist es trocken geblieben. Ich hatte leicht Panik angesichts des Anweidegalopps aufgrund der furchtbaren Erfahrung im Vorjahr, wo sie so schlimm stürzte. Deshalb war ich zuvor mit ihr ca. 1,5 Stunden im Gelände, damit sie dann aufgewärmt losrennen konnte - glücklicherweise ist nichts passiert - schön ist sie galoppiert! Ab dem 20. Mai war die Herde wieder 24 Stunden auf der Koppel; ihr Bauch wurde - wie die Jahre zuvor - schnell dicker. Da es sehr warm wurde, war Faghira obendrein zu nicht all zuviel zu bewegen: "wenigstens kl. Schrittausritt." - " kl. Runde um die Wintermühle - F.  k.o." - "F. ganz schlecht gelaufen, nur ganz kleine Runde, weniger als geplant!". Gute Reitstunden und Ausritte konnte ich "an einer Hand abzählen".

Anfang Juni hatte ich Urlaub und genoss die Ausritte: "mal wieder eine ordentliche 10 km Tour (Hessenpark, Loipe) vormittag" - "Mädel sehr lauffreudig, gleich am Anfang beim Galopp gebuckelt ==> 13 km mit ganz viel ordentlichem 3. Gang (30,8), und danach immer noch nicht genug: zur Herde galoppiert :-)". Und ich fuhr ich zu meiner RL Annette, die ja auch Hobbyzüchterin von Hannoveranern ist, Fohlen anschauen - die waren süss !!

                                

Der Juni 2009 war insgesamt sehr nass, anfangs richtig kalt, später wärmer und immer wieder gewittrig, mit zum Teil richtig schweren Wolkenbrüchen: "Regen, Regen … Mittag Wolkenbruch, Pferde "durch den Wind" (sind auf's Grasteil beim Longierplatz abgehauen) - kurz eine Stunde "trockengelegt";  dann später wieder raus, in den Regen ..."  Wie schon die Jahre zuvor, machten Faghira Wetterwechsel sehr zu schaffen: "kl. Runde, F. müde, - sehr müde" - "kl. Runde, F. nicht gut drauf".    

Dazu kamen viel zu hohe Selenwerte (Laboklin: 229,5 - normal 50-150) und - wieder - "Durchfall (umgestellt) + "d.d. Wind" "F. immer noch Durchfall - kl. Runde, Gewitterstimmung. Alles nicht so toll, Stullmisan mit Mühe gefüttert" . Und noch ein Laborergebnis war sehr unschön: 3 von 4 Indikatorwerten für eine Borrelioseinfektion waren positiv, wiesen "auf das Spätstadium einer borrelien Infektion" hin. Obwohl das Wetter Ende Juni (kälter) nicht die Ursache sein konnte, war Faghira nicht in Ordnung: "Zwerchfell, Atmung" - hat bei der kleinsten Steigung Probleme" - und sie hatte Blockaden mit Verdacht auf 'Kissing spines'.

Ein sehr heisser, schwüler und gewittriger Juli folgte.     Zum Reiten waren es wieder die schönsten Wochen, mit Unterricht auf dem Springplatz, mit unseren 'Hüpferstunden': "RU bei Annette prima: auf'm Springplatz "gesprungen" (Cavaletti)". Mir gaben diese Stunden mehr Sicherheit: "kurz im Gelände, dann Trail draussen incl. kl. Hüpfer, hat sie alles gut gemacht!" "Ganz schöne RStd mit A. + kl. Hüpfer a.d. Springplatz". Abgesehen von den Tagen, an denen es viel zu "subtropisch und wieder heiss  - F. schlapp, gepumpt " zum Reiten war, konnte ich trotz vieler Fliegen und Bremsen schöne Ausritte festhalten, dank meines Navis auch die Länge und die Geschwindigkeit: "ein ganz, ganz schöner Ausritt, 11 km, Klasse! - "kurze, flotte Runde, für beide ok, F. zufrieden (32 Grad)" - " schöner Ausritt (26,8)" - "ganz schöne Runde (U-Loipe->Hegewiese) + gemütlich zurück; Mädel (und ich) werden heute Nacht gut schlafen :-) (26,7)".

Am 25. und 26. Juli 2009 nahm unsere Reitgruppe an einen zweitägigen Sitzschulungskurs mit Annette Kreiling teil: Videoaufnahmen. Gymnastik, Theorie und vielen, vielen Übungen ... "Kurs 1. Teil bei Annette - ganz prima + total k.o."  und auch am 2. Tag "Uff, wieder anstrengend, aber wirklich was gelernt!"         Super gut war auch die Videodokumentation beim Reiten und danach die Besprechung in der Gruppe! Über diesen Kurs hat die Reitgruppe auch einen Bericht geschrieben.       

Der August brachte Spitzentemperaturen von 34 Grad am 20., aber dann auch einen Temperatursturz auf 13, 5 Grad - nicht lustig! Aufgrund der Wärme bin ich entweder spätnachmittags oder sehr früh mit Faghira ins Gelände: "gemütlicher Ausritt, U-Loipe rückwärts (10 km), F. schlapp, aber alles soweit ok"; "morgens 9.00 schöner Ausritt auf neuen - nicht sehr effektiven - Wegen - ca. 13 km; F. k.o., ich auch, sehr warm". Ich hatte Urlaub, aber daheim zu arbeiten, und deshalb auch nicht all zuviel Zeit zum Reiten; umso mehr freute ich mich dann, wenn wir - "endlich mal wieder"  - rauskonnten: "ein zwar nicht so langer, aber zügiger + schöner Ausritt - wird wieder wärmer" "...länger vorm. Loipe, 14 km; aber F. läuft nicht gut, stolpert + schnauft  (32,2 )", und auch 'endlich mal wieder' mit meinem Stallkameraden eine "superschöne flotte Runde mit G.L."  36,2).

Noch mehr Schwierigkeiten ...

gab es ab September 2009. Am Anfang des Monats war ich noch im Urlaub und ein paar Tage nicht vor Ort: in dieser Zeit hatte Faghira sich am Anbindeplatz Berichten zufolge mehrfach losgerissen. Und als ich wieder da war, gab es nur Probleme: "Manieren und Rangordnung vergessen". Die Atemnot bestand weiterhin, Ausritte waren mühsam, mit Ausnahme des erste Geländegangs nach 9 Tagen: "lauffreudig, abgeschnaubt, hat ihr sichtlich Spass gemacht!". Der "RU (draussen) ebenso mühsam, gebuckelt (vorher), steif gelaufen. Röntgen ist angesagt." Auf Anraten meiner RL besorgte ich Faghira Magnolythe S100 von IWest. Ich musste jetzt nur ein zusatzstofffreies Müsli finden, damit ich nicht mit Zusatzstoffen überdosierte, v.a. mit Selen.

Faghira lief so schlecht draussen und im RU, dass ich mir langsam immer mehr Sorgen machte: Ende September kam Dr. Bey und röntgte, gab ihr Spritzen ins ISG und entzündungshemmende Medikamente (eine Spezialmischung); die Blutanalyse ergab zu wenig Sauerstoff im Blut und eine Übersäuerung. Die Spritzen zeigten nach kurzer Zeit, aber auch nur für kurze Zeit Wirkung: Faghira lief draussen und im RU wieder besser bis gut, auch war sie wieder viel fleissiger. Die Gelenke waren lt. Dr. Bey ok, ihre Probleme 'rassebedingt' - "was soll ich davon halten"?  Ende September ich das 'ok' von Dr. Bey für das Futter, so wie ich es jetzt vorhatte (Nature's Best Fruchtfasermüsli) - das einzige mir bekannte Müsli ohne Zusatzstoffe), und für unsere "Hopserstunden". Die gesundheitliche Besserung hielt auch im Oktober an, wenngleich sie das Medikament nicht mochte. Das Müsli war sehr schwer zu bekommen, über's Internet fand ich es und konnte es später auch direkt beim Hersteller bestellen.

Ein besonderes Ereignis für mich war Ende September 2009, wo ich erstmals - bei superschönem Wetter - die Dillenburger Hengstparade    besuchte. Hier gibt's weitere Fotos.  

Es folgte ein sehr regnerischer, aber weiterhin recht warmer Oktober: "kl. Regenrunde, total warm f.d. Jahreszeit (15 Grad) - seltsam" und: "Regen, Regen .. mittags F. gleich rein, später zur Halle und zurück, jedes Mal pitschnass - heute Abend sind 'se drin - trocken!" Neuer Versuch: Eisen ab und genauso gleich lief Faghira wieder fühlig - also vorn wieder Eisen drauf ... Das "Equilibrium Therapy Massage Pad" kam ab jetzt regelmässig zum Einsatz und zeigte guten Erfolg:   

"RU richtig gut, F. prima gelaufen. Ob's am Massagepad lag?"

Für Faghira ergab sich die Gelegenheit, zusammen mit einem neuen Einsteller und seiner Stute "Indra" das Verladen zu üben - er hatte einen Pferdehänger: "Mittag spontan mit R.K. verladen geübt, F. ging bis fast ganz rein!" An einem anderen Tag war "F. schon auf'm  Hänger (von Indra) gewesen, dann Fehler gemacht und mich gebückt + sie erschrocken  - schade!"  Die Verladeübungen waren nicht ganz so unproblematisch, weil an der Achse kein Auto hing - aber das wusste ich damals noch nicht. Zudem fand ich den Einstieg wegen der Enge der anderen abgestellten Feldwerkzeuge allerdings nicht ungefährlich, weshalb ich dann mit diesen 'Übungen'  aufhörte. Ich selbst verlor durch das wenige Reiten und die viele Büroarbeit an Kondition und war bei dem ersten Ausritt im Oktober "total steif, und F. total motiviert, nur 5 km, aber 33,0 km/h!"

Der letzte, mal wieder längere Ausritt im November führte uns - na, wohin wohl? Richtig: in den 'Weihersgrund', aber "z.T. gemütlich, 10 km; schönes, ruhiges Herbstwetter". Die Pferde blieben nachts nochmal draussen; es war ruhiges Herbstwetter, aber ich durfte die Decke nicht vergessen ("F. nicht gut gelaufen trotz Massagepad  (nachts keine Decke)". Danach gab es jahreszeitenbedingt "viel Regen, auch tagsüber", und wir mussten (wieder) mehr die Reithalle für Unterricht und (Doppel-)Longe nutzen: "F. bei AL DL ganz super gelaufen!!" Das kalte 'Schmuddelwetter' wurde nur am 19. kurzzeitig unterbrochen: "sehr warm (12 Grad), F. etwas schlapp, aber schöner, kurzer, flotter (25,4) Ausritt, Mädel geschwitzt, aber zufrieden, müde, ich auch"; ansonsten waren Schrittausritte angesagt, ausser mal einen " richtig schöner Novemberausritt mit motivierter, braver F., ca. 9 km".

Sattelprobleme zum ... ?

Das leidige Sattelproblem war Ende Oktober immer noch nicht gelöst; ich suchte weiter: "neuen Sattel im RU probiert, A. ganz angetan, F. schien ok". Der neue Busse-Sattel schien ganz ok, auch wenn er noch nachgebessert werden musste - ich hatte ihn zur Probe da, auch im RU, der "ruhig mit viel Sitzschulung" war. Und es ging wieder voran: "richtig schöne Rstd mit Longe, aussitzen etc".  Ende November war das Sattelproblem immer noch aktuell, ich hatte viel Ärger wegen der falschen Anpassung des Busse-Sattels, der "Startrekk in Arbeit" - der dann auch nichts war, "F. total schlecht re. Hd. frustrierend." Und: "nur leichter Sitz, alles andere ging mit altem Freeform-Sattel nicht mehr. Das war aber - relativ gesehen - passabel" - Der Sattel Nr. 4 als neuer Versuch nach viel Internet-Recherche, Trekker Bascule, war für uns beide nicht passend, der "Hidalgo-Sattel auch nichts - 10' probiert, dann beide zur Erkenntnis gekommen, dass er nichts taugt"; "nochmal VS probiert, F. mag's gar nicht! Was tun? Massimo? Omega? Ratlos!" Manchmal hatte ich den Eindruck, es geht nicht voran, ich krieg' das alles nicht gelöst - bei anderen schien immer alles so klar, so einfach ...

Die neuen Tokero "3-in-1-Zügel" kam auf den Markt: lange schon fand ich es nicht gut, dass Hilfszügel, gleich welcher Art, nur im Gebiss festgemacht werden konnten; Faghira ist so empfindlich im Maul und hasst alles, was sie irgendwie einengt oder zusätzlich im/am Maul ist. Die Tokero-Zügel haben den Vorteil, dass sie - in Kombination mit dem speziellen Reithalfter - nicht im Maul, sondern am Nasenband befestigt werden, - egal ob beim Longieren oder als Ausbildungszügel beim Reiten. Das war unser Weg für die nächsten Zeit:  "longiert mit neuem 3-in-1-Zügel (Tokero) - F. super gelaufen" - "F. Schritt/Trab mit Tokero prima";  "Mädel nochmal longiert, ganz prima mit "Tokero" gelaufen".

Zum Jahresende hin ging es so weiter - bzw. nicht weiter - wie bisher: "NICHTS GING !!! Nach 10 ' Halle incl. Steigbügel verstellen, Sattel neu positionieren - keine Chance: ich (Rücken ?), F (Rücken?), Sattel ? K.A., zu Fuss zurück, ratlos und deprimiert." Faghira lief wieder schlecht; Dr. Sachs hat sie "geimpft + eingerenkt; derzeitigen Sattel für schlecht befunden und überhaupt mich mit meinen Bedenken bestärkt resp. Recht gegeben; Freeform nun ausgemustert)." Ende Dezember waren dann zwei Sattler (Schäfer, Richter) mit fast gleichen Sattelmodellen da: "Richter überzeugender. " ; ich hatte mich für den Wanderreitsattel von Canaves entschieden und für die Übergangszeit noch ein gutes Gelpad gekauft, damit wenigstens etwas Reiten möglich war.   

                                                                                       Winterlandschaft auf dem Langhals 

Es wurde kälter und begann auch zu schneien; der 13. war ein 13.: "Sch … Tag! Schnee, Sattel nix, Hufe gestollt - alles, alles MIST!" - obwohl mein damaliger Schmied versichert hatte, dass diese Eisen nicht aufstollen würden!  Schmied Peter Scholian konnte kurzfristig vorbeikommen und Faghira die Eisen abmachen; dann durch "Schmied Burkhard Eisen + Grips, dann mit F. zur Wintermühle (!) Röntgen bei Thorsten Seen. Sie war trotz Aufregung ganz lieb! Ausritt vorher abgebrochen, Boden zu hart, zu glatt".

 

 

 

Die Tage zwischen dem 19. und  25. Dezember 2009 spiegeln das immer noch leidige Sattelthema:

  • "19: Morgens - 17 Grad! F. will nicht trinken; - 18 Grad. Bottich rein + viel Saftfutter
  •  20: F. scheint heute Nacht etw. getrunken zu haben - wieder nur Spaziergang, Schneetreiben, -10,5 Grad
  •  21: Wieder nix, wegen Wetter nur mal richtig spazieren gegangen - Bascule-Sattel kam mittag, aber Sattler Richter war von dem auch nicht begeistert. Richtig alles Sch ...!
  •  22: Tauwetter - daheim geblieben. (Sattel …? Aber Bascule ist besser; kurz i.d. Halle. 
  • 23: Nochmal Bascule ausprobiert - besser, aber hinten zu tief und vorn zu eng. Termine mit verschiedenenSattler/innen - gespannt!
  •  24: Trekker Bascule (Sattel Nr. 4!) definitiv nichts - F. nur laufen und springen lassen. Regen, Mistwetter!
  •  25: 1/2 Stunde Halle mit dem altem Sattel, na ja - 'Bewegungstherapie'..."

Am 26. 12., dem 2. Weihnachtsfeiertag war dann mal "schönes Wetter, ruhiger Tag - longiert + frei springen lassen +  über  die Talmühle zurück". Mit dem Aushilfs-Gelpad ist "heute ist F. super schön gelaufen (Gelände), endlich mal wieder eine total schöne Zeit mit ihr" - am 31.12 ein gelungener Abschluss eines ereignisreichen Jahres!