... ist schwer

Wie kommt man zu einem Pferd?

Na, nicht so üblich wie meist, denn in meiner Kindheit konnte ich - dank meines Großvaters - zwar ein wenig reiten, aber nur kurzzeitig. Später gab es dazu gar keine  Möglichkeit mehr. Erst viele Jahrzehnte später erfüllte ich mir den Traum vom Reiten und beschloßss an einem runden Geburtstag :-) Unterricht zu nehmen.

Der Gedanke an ein eigenes Pferd kam erst im April 2006 (nachdem das wunderbare Schulpferd vom Birkenhof in Neu-Anspach, 'Nomination', um die ich mich im Winter 2005/2006, als sie schon abgemagert und verletzt war, endlich kümmern durfte (und mit dem Gedanken spielte, sie zu kaufen), doch im Januar zum Schlachter kam ... und es unglaublich schwierig war, eine Reitbeteiligung zu finden. Ich fing an, zu suchen ...

Im Internet fand ich die Anzeige für Fantaghira auf Ingeborg’s Hellwegs homepage:

"Große Tölter: 

Sehr sensibel, ganz weiche Grundgangarten, wie ein Westernpferd. Noch nicht eingetöltet. Faghira in der Verkaufsanzeige

Sie ist etwas furchtsam und braucht einen Menschen, der ihr Vertrauen gibt. Sie ist absolut lieb und verschmust, war noch nie krank. In 2005 war sie auf  mehreren Wanderritten. EUR N.000,-- VB"

Wegen meiner damals schon bestehenden Rückenprobleme suchte ich ein "weiches" Pferd, und - da die persönliche Vorliebe bekanntlich mit eine Rolle spielt - sollte es kein Schimmel und auch kein Fuchs sein ... je dunkler, umso besser! Und so fuhr ich in den Westerwald, nach Obererbach, ganz gespannt, was mich da erwartete ... denn die Besitzerin Ingeborg Hellwig hatte ich 2005 bei einem Seminar “Reiten für Wiedereinsteiger” auf dem Pferdehof  in Obererbach kennengelernt - aber in dieser Woche noch nicht Faghira ....

Es erwartete mich eine durchaus hübsche Stute, die durchaus ihren "eigenen Kopf" hatte, wenngleich sie innerhalb ihrer Herde eher im Mittelfeld angesiedelt war.

Vor dem ersten Proberitt stand gründliches Putzen an, denn die hübsche Stute war leider auch hübsch verschlammt - der Jahreszeit und dem Wetter entsprechend. Der erste Proberitt zu dritt verlief ganz entspannt, zusammen mit zwei weiteren Pferden, eines davon ranghöher. Trotzdem konnte diese Begleitung wegreiten, ohne dass Fantaghira hinterher laufen wollte - denn das dritte Pferd war ja schliesslich auch noch da ... Auch beim Vorbeigehen an Waldarbeitern mit großen Motorsägen gab es keine Probleme ...

"Einmal ist kein Mal", und so vereinbarte ich ein weiteres Treffen, mit einem grössen Ausritt zu mehreren, in allen Gangarten ... - oupps - sie war ja richtig schnell! Dieser Galopp erfolgte etwas unfair, ohne Ankündigung, und als die Gruppe dann auch noch flott bergab wollte, blieb mir nur, einen Schrei und ein langes "brrrrrrr" loszulassen - mit dem Erfolg, dass der 'Bremsweg' zwar lang, aber letztlich erfolgreich war - das machte Mut!

Viele Überlegungen, viele Bedenken, viele Gespräche folgten - aber der Spruch einer Reiterkameradin "probier es - alles andere lernst du in der Praxis" und Ermunterungen von Ingeborg gaben letztlich den Ausschlag, dass ich mich für Fantaghira entschied und sie im April 2006 kaufte.

Ingeborg gab mir einen guten Rat mit auf den Weg, der mir in den Folgejahren half, Ausritte nicht gefährlich werden zu lassen: "sie darf nie erfahren, wie schnell sie sein kann".

Von Fantaghira’s Geschichte ist von der Zeit vor 2006 nur wenig bekannt. Ihr schöner Rufname Faghira” (arabisch "Blume" ) entstand - soweit ich weiss - hier im Westerwald oder zuvor in Borken, und ihr Stammbaum (hier muß man jetzt beim HVT den Namen bei "Trabersuche eingeben!) hat sich beim Hauptverband für Traberzucht e.V. (HVT) gefunden.   Auf der Suche nach Faghira’s Vergangenheit und Geschichte bin ich ausser beim HVT auch im Internet fündig geworden; der Kontakt zur Besitzerin ihres Bruders “Feuergold” hat mich dabei besonders gefreut!  (s. im Sammelthread "Suche Verwandte von meinem Traber" Beitrag # 420 vom 01.07.2008).

 

NACHTRAG:

Beim Bearbeiten meiner homepage bin ich auch auf diese Seite gestossen;  das hier Geschilderte kann ich für 2006 nicht bestätigen - den Pferden ging es gut, wenngleich nicht alles optimal war - aber wo ist es das schon!!